Was macht der Verein?

Er ermöglicht Menschen im Brasilianischen Hinterland (Fortaleza dos Nogueiras) berufsbildende Kurse und schafft der lokalen Bevölkerung Perspektiven.

Warum sind diese Kurse notwendig?

Im Landesinnern des Bundesstaates Maranhão ist die Bildungssituation sehr schlecht. Weder im Dorf, noch in der zwei Stunden entfernten Stadt, gibt es ein ansatzweise vergleichbares Angebot an Bildung. Eine rudimentäre Qualifikation in den Grundlagen des Bauingenieurwesens sowie der Elektroinstallation sind daher die mögliche Quelle für einen Lebensunterhalt. Man kann sich damit für eine Anstellung in nahegelegenen Landwirtschafts-Betrieben qualifizieren oder selbst einen Baubetrieb eröffnen, mit dem Häuser für andere Bewohner der Gegend gebaut werden können. Der Markt für Fachkräfte ist nach Recherchen des Vereins in der Gegend sehr gross.

Wer nimmt am Kurs teil?

Die Kurse sind grundsätzlich für Personen der Region belegbar. Wir müssen die Teilnehmerzahl aufgrund von Sicherheitsüberlegungen jedoch auf zehn bis zwölf Personen beschränken.

Was wird in den Kursen unterrichtet?

Die Kurse bringen den Teilnehmenden alles bei, um relativ einfache Häuser zu bauen oder zu verkablen. Von grundlegender Algebra angefangen und dem Erstellen von Materiallisten über den effektiven Einkauf zu den Techniken für den effektiven Hausbau. Im Elektrikerinnen-Kurs geschieht dies analog dem Kursinhalt.

Kommt alles Geld in Brasilien an?

Grundsätzlich wird jede Spende für die Kurse verwendet. Was indirekt für die Kurse aufgewendet wird sind: Bankkarten- und Kontospesen sowie der Monatslohn des Geschäftsführers Yves Störi, der mit einem 20%-Pensum die Geschäfte unseres Vereines leitet. Monatlich rapportiert er an den Vereinsvorstand.

Wie viel kostet ein Kurs?

Lohn Ausbildner (5 Monate)

 

Theoretischer Kursteil

Raummiete

Theorie Broschüre für jeden Teilnehmer 

Unterrichtsmaterial
 

Praktischer Kursteil

Baumaterialien

2'000.00 CHF

500.00 CHF

280.00 CHF

2'120.00 CHF

6'100.00 CHF

Während dem Kurs wird ein Haus komplett gebaut. Daher sind die Materialien notwendig. Für den Kurs wird ansonsten der Lohn für den Lehrer, die Kursraum-Miete  und das Unterrichtsmaterial benötigt. Alles zusammen kommt man auf einen Preis von ca. CHF 11'000.00.

Jeder Teilnehmer muss als Zeichen seiner Verpflichtung zum Kurs eine Maurerkelle, einen Zementkübel sowie eine Wasserwage selber erwerben. Somit wird nicht alles als selbstverständlich angesehen. Analog müssen die angehenden Elektrikerinnen ihr Handwerkszeug selber in den Kurs einbringen. Unser Team vor Ort hilft in Spezialfällen mit einem Geldvorschuss.

 

Wer leitet den Kurs?

Yves hat in seiner Zeit in Brasilien einen erfahrenen Bauarbeiter kennen gelernt, der das Handwerk von seinem Bruder lernen durfte. 2012 arbeitete der Kursleiter zusammen mit Yves als Nachhilfelehrer in der Kindertagesstätte, wo seine pädagogischen Fähigkeiten überzeugten. Er hat eine Familie mit zwei Kindern und kann leider nicht gratis unterrichten, wird daher von den Spendengeldern bezahlt.

Woraus besteht ein solches Haus?

Grundmaterialien

Maurersteine

Zement (für Fundament, Mauerwerk, Boden, Verputz Bad, Verputz Küche, Dach und WC)

Kiesel

Gesiebte Erde

Eisen (für Betonrahmen auf 2 Meter Höhe über den Türen)

Holz (Längsbalken, Kanthölzer, Querlattung

Dachziegel

Holzplatte für WC-Dach

Sanitäre Anlagen

Wassertank (auf WC-Dach; inkl. Rohre und Verbindungsstücke)

WC-Schüssel

WC-Deckel

Aufhängung für WC-Papier

Dusche (inkl. Duschkopf, Duschaufhängung, Duschschlauch und Hahn)

Einfacher Spiegelschrank

Wassertrog mit Hahnen

Abschliessbare Holztür

Kleines Frischluftfenster

Innenausstattung

3 Holztüren (inkl. 2 Scharnieren,

1 Schloss und Türgriffen

6 Stahl-Fenster (einbruchsicher)

5 Steckdosen (inkl. Zubehör wie Leitungsrohre und Verkabelung)

5 Glühbirnen (inkl. Halterung und Schaltervorrichtung)

1 Abwassertrog (inkl. Ziegel-/Zementunterbau)

1 Ablage

Abwasserrohre mit Verbindungsstücken

Wasserhahne

Was wurde bisher erreicht?

Mittlerweile wurden 7 identische Häuser gebaut, die von Grossfamilien bewohnt werden und ihnen ein schlangensicheres, wasserdichtes, stabiles und feuerfestes Dach über dem Kopf bieten. Insgesamt wurden mittlerweile CHF 42'000 von Spendern/Spenderinnen in der Schweiz, Deutschland und Brasilien für den Verein gespendet. Die Kirchengemeinde in Diepoldsau hat bereits mehrmals den Verein unterstützt und der Verein ist breit von der dortigen Dorfgemeinschaft abgestützt.

Was soll in Zukunft noch kommen?

Es ist der Plan den Menschen im brasilianischen Hinterland weiter zu einem besseren Leben zu helfen, so lange sie das Angebot nutzen wollen. Weitere Häuser sollen gebaut werden, weitere Kurse veranstaltet und die Gegend nachhaltig und im Dialog entwickelt werden. Es ist auch angedacht weitere Kurse in anderen, grundlegenden Berufen zu veranstalten, die einen Beitrag zur Dorfgemeinschaft bieten können. Dabei beschränken wir uns nicht nur auf das eine Dorf. Kurse in nahegelegenen Dorfgemeinschaften sind in Abklärung.

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